Eigene Produkte · 2026
Aurora Monitor
Eine Web-App, die offene Weltraumwetter-Daten der NOAA laufend in eine verständliche Polarlicht-Prognose für jeden Ort übersetzt, mit interaktivem 3D-Globus, 2D-Karte und einer Zeitachse über die letzten 24 Stunden.
Website besuchen- Kunde
- Aurora Monitor – unser eigenes Produkt: Polarlicht-Prognose im Browser
- Branche
- Eigene Produkte
- Jahr
- 2026
Ausgangslage
Die Daten, aus denen sich Polarlichter vorhersagen lassen, sind öffentlich: Das Space Weather Prediction Center der US-Wetterbehörde NOAA veröffentlicht laufend Messwerte des Sonnenwinds, den Kp-Index, Prognosen und das OVATION-Modell, ein weltweites Raster mit Wahrscheinlichkeiten für Polarlicht. In dieser Form sind es aber Rohdaten, Tabellen und Zahlenreihen, die nur Fachleute lesen können.
Ziel war eine Anwendung, die diese Daten so aufbereitet, dass jeder auf einen Blick sieht, ob sich der Blick in den Nachthimmel heute lohnt, und zwar am eigenen Standort, ohne Tabellen zu lesen, auf dem Desktop wie auf dem Smartphone. Wer mehr wissen will, soll trotzdem an alle Details kommen.
Lösung
Herzstück ist ein interaktiver 3D-Globus in WebGL (three.js und globe.gl), auf dem das Polarlichtoval aus dem OVATION-Modell, die Tag-Nacht-Grenze und auf Wunsch die Lichter der Städte liegen. Eine 2D-Karte mit Leaflet, eine Ortssuche und eine Zeitachse, mit der sich die letzten 24 Stunden zurückspulen lassen, ergänzen ihn. Die Startansicht beantwortet die eigentliche Frage in einem Satz: wie gut die Chance auf Polarlicht in der kommenden Nacht am gewählten Ort ist, und warum.
Darunter zeigt die App acht Messwerte von Sonnenwind und interplanetarem Magnetfeld, darunter Bz, Kp, Geschwindigkeit und Dichte, als Live-Werte mit Verlauf, dazu eine Prognose für die kommenden Tage und den 27-Tage-Ausblick. Die Daten kommen direkt aus den Schnittstellen der NOAA sowie von Open-Meteo und NASA DONKI; ein schlanker PHP-Dienst übernimmt die Ortssuche und weitere Abfragen. Ein zweiter Modus berechnet sichtbare Überflüge von Starlink-Satellitenketten.
Die Oberfläche ist zweisprachig (Englisch und Polnisch) mit hreflang-Angaben, läuft ohne Framework in reinem JavaScript mit ES-Modulen und bietet eine Benachrichtigung für Polarlicht-Alarme. Einstellungen wie die Ansicht auf Nordpol, ganzen Planeten oder Südpol, Ortszeit oder UTC und ein dauerhafter Nachtmodus lassen sich direkt in der App wählen.
Ergebnis
Aus mehreren Fachdatenquellen ist eine Anwendung geworden, die eine einfache Frage beantwortet und die Details für Interessierte trotzdem bereithält. Das Projekt zeigt, wie wir arbeiten, wenn Daten aus externen Schnittstellen laufend verständlich werden sollen: Datenaufbereitung, 3D-Visualisierung im Browser und eine Oberfläche, die auf jedem Gerät funktioniert.